Game Review
007 Nightfire
Doom und Ecks vs Sever bereiteten ihnen auf dem Game Boy Advance den Weg, heute gehören sie auch auf Nintendos modernster mobiler Daddelmaschine zum Genrerepertoire. Die Rede ist natürlich von Ego-Shootern , eigentlich ein denkbar ungeeignetes Genre für diese Plattform Doch wieder erwarten können die Spiele auch hier Spaß machen - also setzten Electronic Arts ihr 007 Ego-Abenteuer 007 Nightfire auch für diese Plattform um.
Die Rolle des Bösen Buben übernimmt in dieser Bond Episode ein angeblicher Menschenfreund namens Raphael Drake, der hinter den freundlichen Kulissen aber für den Diebstahl eines wichtigen Teils der amerikanischen Raketenabwehrsatelliten verantwortlich ist und damit sicher nichts gutes vorhat. Klar dass das britische MI6 ihren besten Doppel-Null Agenten schickt, um in der Sache nachzuforschen und sich mit den Undercoveragenten (Agentinnen) kurzzuschließen.

Auf dem Game Boy Advance muss das Spiel ohne die auf den Heimkonsolen enthaltenen Rennpassagen auskommen, hier konzentrierte man sich auf den ego-Shooter Part. Doch auch dieser musste Federn lassen, die Levels sind kleiner und linearer als bei den großen Geschwistern. Dennoch wurde versucht, so viel wie möglich, so originalgetreu wie möglich zu übernehmen.

Immer noch steht euch je nach Level ein umfangreiches Arsenal an Waffen und Gadgets zur Verfügung, immer noch stellen sich euch in den neun Missionen, welche euch sogar bis in eine Raumstation führen, jede Menge Feinde in den Weg. Um deren Intelligenz ist es allerdings nicht sonderlich gut bestellt, sobald sie euch sehen, gehen sie auf euch zu und feuern, was das Zeug hält. Also heißt es für euch Deckung suchen und einen nach dem anderen ausschalten. Dabei ist unser britischer Geheimagent recht agil, neben dem Sidestep sind auch springen und ducken Teil seines Bewegungsrepertoires.

Doch dafür solltet ihr schon Fingerakrobaten sein, denn fast alle Aktionen erfordern das gleichzeitige Drücken von zwei Tasten, der Game Boy Advance ist eben nicht sehr üppig mit Bedienelementen ausgestattet, Schon das Wechseln der Waffen gerät im Eifer des Gefechts manchmal zu einem Glücksspiel, zumindest für ungeübte Spieler.

Technik:
Wer bereits einen anderen Ego-Shooter auf dem Game Boy Advance gespielt hat weiß, was ihn erwartet: Grob aufgelöste Grafiken, riesige Zoompixel und eine mäßige Framerate. Dennoch kann Nightfire punkten, bietet es doch mehr Details als alle Konkurrenten. Leider macht es die arg pixelige Grafik schwierig, immer alle Gegner zu erkennen, vor allem, wenn sich diese hinter einem Mäuerchen befinden, sind sie kaum erkennbar.

Axels Meinung:
007 Nightfire reiht sich ein in die Masse netter, aber nicht vollends überzeugender Ego-Shooter auf dem Game Boy Advance. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Entwickler einfach zu viel in die Spiele einbauen wollen, statt auf die Einfachheit eines Doom zu setzen. Hat man sich mal mit Grafik und Steuerung abgefunden, macht das Spiel durchaus ein kurzes Weilchen Spaß - und dann ist es auch schon durchgespielt, denn der Umfang ist nicht gerade riesig. Besonders angesichts dieser Tatsache schmerzt der fehlende Multiplayermodus.
 
Axel Kothe, 27.08.2003
Grafik: 71%
Sound: 65%
Spielspaß: 69%
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Version:
Deutsche Verkaufsversion
Hersteller:
Electronic Arts
Entwickler:
JV Games
Vertrieb:
Electronic Arts
Erscheinungs- termin:
2003
Preis:
ca 50 €
Altersfreigabe der USK:
ab 16 Jahren
Anzahl Spieler Offline:
1
Sprache:
Multilingual, inkl. Deutsch
Anleitung:
32 Seiten s/w, komplett in Deutsch
Speicher:
Auf dem Modul