Game Review
18 Wheeler American Pro Trucker
Screenshots (5)
Vor einiger Zeit hat sich Acclaim die Rechte an drei Sega-Titeln gesichert. Acclaim darf nun die Spiele Crazy Taxi, 18 Wheeler und Zombie Rebenge für alle möglichen Konsolen umsetzen. Während Crazy Taxi bereits vor einiger Zeit für die PS2 erschienen ist, und auch bald für den Game Cube erscheinen wird, und Zombie Revenge aufgrund schlechter Verkaufsprognosen wohl nie umgesetzt wird, ist nun vor wenigen Wochen auch die PS2-Umsetzung von 18 Wheeler endlich erschienen.
Wer den Dreamcast-Test schon gelesen hat, kann diesen Teil überspringen und ab „Technik“ weiterlesen.

Mal wieder eine innovative Spielidee von Sega: Statt mit einem schnittigen Rennwagen die Piste entlang zu rasen, steigt ihr in das Führerhaus eines 18 Wheelers. Eure Aufgabe im Spiel besteht darin, eine Fracht innerhalb eines Zeitlimits an einen bestimmten Ort in den USA zu bringen, und zwar am besten vor einem gleichzeitig startenden Konkurrenten. Ihr startet an der Ostküste und durchquert über die Zwischenstationen Key West, Dallas und Las Vegas die Vereinigten Staaten bis ihr schließlich nach der vierten Strecke an der Westküste angekommen seid.

Unterwegs müsst ihr darauf achten, rechtzeitig die Checkpoints zu erreichen. Das recht knappe Zeitlimit kann durch rammen bestimmter Fahrzeuge etwas aufgestockt werden. Trotzdem solltet ihr jede Gelegenheit nutzen im Windschatten anderer Trucks zu fahren, denn das gibt euch einen gehörigen Geschwindigkeitsschub.

Zusammenstösse mit anderen Verkehrsteilnehmern solltet ihr möglichst vermeiden, denn neben dem Zeitverlust wird dabei auch eure Ladung beschädigt, was euch in der Zielabrechnung negativ angerechnet wird. Apropos Ladung: Vor jeder Stage könnt ihr zwischen zwei verschiedenen Anhängern wählen, wobei einer zwar deutlich schwerer und länger ist als der andere, dafür aber auch deutlich mehr Geld in eure Kasse bringt.

Zwischen den einzelnen Etappen erwartet euch ein Bonusspiel. Hier müsst ihr euren Truck innerhalb eines Zeitlimits auf einer markierten Fläche einparken. Berührt ihr dabei herumstehende Kisten oder Laternen wird euch zur Strafe Zeit abgezogen. Schafft ihr es, erwartet euch Zubehör wie eine Leistungsfähigere Hupe für euren Truck.

Leider bietet der Arcademode dem Spieler nur vier Strecken, die jeder Spieler spätestens nach einer Stunde Spielzeit bewältigt haben sollte. Deswegen hat Sega (und damit auch Acclaim ) der Umsetzung noch zwei weitere Spielmodi spendiert: Der Score-Mode und der schon aus dem Arcademode bekannte Parking-Mode.

Im Parking-Mode könnt ihr aus Anfangs 4 (später 6) Parcours wählen, in denen ihr hintereinander verschiedene Parklücken anfahren müsst. Dass ihr dabei auch Rückwärts einparken müsst versteht sich ja wohl von selbst. Erschwert wird euch die Sache durch herumstehende Kisten und nah am Straßenrand stehende Laternen. Und den Abhang hinunterfallen solltet ihr auch besser nicht...

Der Score-Mode bietet die 4 Strecken des Arcade-Mode. Hier geht's darum den höchsten Highscore aufzustellen. Diesmal bekommt ihr für Karambolagen mit bestimmten Fahrzeugen Punkte gutgeschrieben, für andere werden euch Punkte abgezogen.

Technik:
Die Technik der Playstation 2 Version entspricht im Großen und Ganzen der Dreamcast-Version, welche bereits vor etwa zwei Jahren erschienen ist. Unterschiede gibt es kaum und sind nicht der Rede wert. Immer noch rutschen in der Fahrerkabine die Zeitschriften auf dem Armaturenbrett hin und her, und der Wirbelsturm in der dritten Stage sieht immer noch recht gut aus. Die Grafik scrollt dem Thema entsprechend immer noch recht langsam, dafür (zumindest im Einspielermodus) flüssig.

Die Soundkulisse besteht aus dem tiefen Brummen der Motoren und passender Countrymusik aus dem virtuellen Autoradio. Dazu kommen Funksprüche eures Rivalen der sich beschwert wenn ihr ihm den Weg abschneidet oder euch verhöhnt wenn ihr hinter ihm seid.

Die Unterschiede zur Dreamcast-Version:
Das fällt mit leicht zu schreiben: Es gibt praktisch keine Unterschiede zur Dreamcast-Version. Die Texturen sehen ein wenig verwaschener aus, die Sichtweite ist etwas geringer und es gibt mehr Pop Ups – allerdings fällt das alles nur im direkten Vergleich auf.

Axels Meinung:
Noch immer plagt 18 Wheeler das Problem, mit dem auch schon die Dreamcast-Version zu kämpfen hatte. Ist der Aha-Effekt, der von dem ungewöhnlichen Fahrzeugen hervorgerufen wird vorüber, kann 18 Wheeler nicht mehr allzu lange an das Joypad fesseln. Die Geschwindigkeit ist viel zu langsam (allerdings Fahrzeugbedingt), das Spiel ist viel zu kurz (nach einer Stunde hat man das Spiel durch) und auch die Grafik, die vor einem Jahr vielleicht noch gut gewesen wäre, kann nicht mehr mit aktuellen Produktionen mithalten. Das einzige, was den Spieler noch ein wenig länger motiviert ist der Parking-Mode, der für eine weitere Stunde Spielspaß sorgt – mir hat er sogar mehr Spaß gemacht als das eigentliche Spiel! So lautet hier, wie schon bei der Dreamcast-Version mein Urteil: Leiht euch das Spiel übers Wochenende in der Videothek aus und spart den Rest von eurem Geld, es gibt genug bessere Spiele!
 
Axel Kothe, 24.07.6768
Grafik: 69%
Sound: 70%
Spielspaß: 56%
Disclaimer / Haftungsausschluss
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Version:
PAL-Promo
Hersteller:
Sega
Entwickler:
Acclaim
Vertrieb:
Acclaim
Altersfreigabe der USK:
unbekannt
Anzahl Spieler Offline:
1 - 2
Speicher:
Ca. 250 kb
Andere Versionen:
Gamecube, Dreamcast